Nach langer Zeit habe ich neulich mal wieder einen Roman gesucht. Keine leichte Aufgabe in meinem Arbeitszimmer. Es ist an allen Wänden vollgestellt mit Bücherregalen, die sich schon unter der Last der Bücher biegen. Ich habe nicht nur Bücher darauf stehen, sondern auch noch welche quer auf den anderen liegen. Ich kann es einfach nicht lassen und ich bringe es noch weniger übers Herz ein Buch in die Mülltonne zu werfen. Also hat sich ein stattlicher Berg angesammelt und ich habe ehrlich gesagt den Überblick komplett verloren. Ein Ordnungssystem musste her.
Ich habe mich also hingesetzt und angefangen nachzudenken. Wie machen die Bibliotheken das? Da hat man einen Katalog, in dem alle Bücher verzeichnet sind und alle Bücher haben kleine Etiketten mit Nummern, anhand derer man sie finden kann. Super Idee! Ich habe keine Zeit, alles alphabetisch zu ordnen. Und wenn man ein neues mit „K“ kauft, muss man dafür mittendrin Platz schaffen. Was meistens nicht geht. Also werde ich meine Bücher einfach durch nummerieren. So kann ich fortlaufend immer neue dazu kaufen. Im Computer lege ich eine Literaturdatenbank an, in der alle Bücher mit ihrer jeweiligen Nummer verzeichnet sind. Auf die Bücher klebe ich Etiketten von Mediaform, auf die ich die Nummern schreibe. Müsste doch klappen! So hätte ich Bram Stoker garantiert viel schneller gefunden.

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